Olli Mustonen

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04.02. 19:30
Baerum Kulturhus, Sandvika

Olli Mustonen,  Triptyykki (Triptych) für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart,  Konzert für Klavier und Orchester in C Dur Nr. 25, KV 503
Ludwig van Beethoven,  Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"

Olli Mustonen, Klavier
Norwegian Chamber Orchestra

06.02. 19:00
Universitetets aula, Oslo

Olli Mustonen,  Triptyykki (Triptych) für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart,  Konzert für Klavier und Orchester in C Dur Nr. 25, KV 503
Ludwig van Beethoven,  Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"

Olli Mustonen, Klavier
Norwegian Chamber Orchestra

Biografie

„Als Interpret gleicht der Dirigent Olli Mustonen dem Pianisten Olli Mustonen: Detail für Detail wird präzise herausgearbeitet wie bei einer Nadelgravur (…). Die Klarheit und außerordentliche Raffinesse bringen etwas hervor, das ich nur als visionär beschreiben kann.“ (BBC MUSIC MAGAZINE)                                 

Olli Mustonen spielt in unserer heutigen Musikwelt eine außergewöhnliche Rolle – ganz in der Tradition großer Meister wie etwa Rachmaninoff, Busoni oder Enescu genießt er hohes Ansehen sowohl als Pianist und Dirigent als auch als Komponist. Sein Klavierspiel und seine Dirigate sind stets in Olli Mustonens kompositorischer Perspektive auf das Musizieren verwurzelt: Er folgt der tiefen Überzeugung, dass jede Aufführung den Geist einer Uraufführung atmen sollte, so dass Interpret und Publikum dem Komponisten wie einem Zeitgenossen begegnen können. Zugleich ist Olli Mustonen skeptisch gegenüber Aufführungskonzepten, die lediglich versuchen „anders“ zu sein. Genau in diesem Spannungsfeld sieht er sich veranlasst, beständig neues Repertoire jenseits des etablierten Kanons zu erforschen und zu schaffen.

Als Solist spielt Olli Mustonen seit vielen Jahren mit den weltweit führenden Orchestern – darunter die Berliner Philharmoniker, die Münchener Philharmoniker, das Chicago Symphony, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Concertgebouw Orchester Amsterdam, unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Myung-whun Chung, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Nikolaus Harnoncourt, Kurt Masur, Kent Nagano, Sakari Oramo, Esa-Pekka Salonen und Jukka-Pekka Saraste. Klavierabende führten Mustonen in sämtliche Musikhauptstädte der Welt, in jüngster Zeit war er unter anderem am Chopin Institut Warschau, in der Londoner Wigmore Hall, der Tampere Hall, im Flagey Brüssel, im Beethoven-Haus Bonn, bei den Dresdner Musikfestspielen, im Sala Verdi Del Conservatorio in Mailand, beim Diaghilev Festival in Perm, im Mariinsky Theater St. Petersburg, beim Moskauer Osterfestival, beim Winter International Arts Festival in Sotschi, im Symphony Center Chicago, in der New Yorker Zankel Hall und im Sydney Opera House zu hören.

Inzwischen hat auch der Dirigent Olli Mustonen mit allen führenden Orchestern Finnlands und zahlreichen internationalen Spitzenklangkörpern gearbeitet, darunter die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das WDR Symphonieorchester, das Verdi Symphony Orchestra Mailand, das japanische NHK Symphony Orchestra, das Queensland und das West Australian Symphony Orchestra sowie die Camerata Salzburg, das Scottish Chamber Orchestra und das Australian Chamber Orchestra. In der faszinierenden Tripel-Rolle als Pianist, Dirigent und Komponist arbeitete er kürzlich mit dem Atlanta Symphony, dem New Russia Symphony, dem Jerusalem Symphony, der Riga Sinfonietta, dem Estonian National Symphony und der Royal Northern Sinfonia. In dieser Saison wird er in eben dieser Dreifachfunktion unter anderem mit dem Norwegian Chamber Orchestra, dem Kyoto Symphony Orchestra sowie dem Luzerner Sinfonieorchester zu erleben sein.

In den letzten Jahren dirigierte Olli Mustonen seine beiden ersten sinfonischen Werke: 2012 kam die Sinfonie Nr. 1 ‚Tuuri‘ mit dem Tampere Philharmonic Orchestra und 2014 die Sinfonie Nr. 2 ‚Johannes Angelos‘ mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra zur Uraufführung. Folgeaufführungen der 1. Sinfonie dirigierte er unter anderem beim Tchaikovsky Symphony Orchestra. Seine Sonate für Violine und Orchester wurde 2014 mit dem Melbourne Symphony Orchestra und die Sonate für Violoncello und Orchester 2015 mit dem Australian Chamber Orchestra aus der Taufe gehoben, beides ebenfalls unter seiner Leitung.

Auch sein kammermusikalisches Werk bringt Olli Mustonen regelmäßig selbst auf die Bühne. Häufig zu erleben ist er dabei mit seinen Rezital-Partnern Pekka Kuusisto, mit dem er 2013 seine Violinsonate uraufführte, und Steven Isserlis, mit dem er in der laufenden Saison an der Wigmore Hall sowie bei einer Tournee durch Italien Konzerte geben wird. 2015 tourte er mit seinem eigenen Quartett (Oboe, Violine, Viola und Klavier) durch Deutschland und brachte unter anderem sein Klavierquintett zur Uraufführung, welches in der vergangenen Saison im Concertgebouw Amsterdam seine niederländische Erstaufführung erfuhr.

Als engagierter Verfechter der Musik Prokofjews hat Olli Mustonen kürzlich gemeinsam mit dem Finnisch Radio Orchestra unter Hannu Lintu alle sechs Klavierkonzerte des Komponisten eingespielt. In seinem festen Repertoire hat er zudem sämtliche seiner Klaviersonaten, die er – als Gesamt-Zyklus oder einzeln – zuletzt unter anderem beim Helsinki Music Centre, im Amsterdamer Muziekgebouw sowie im Sommer 2017 beim Klavierfestival Ruhr spielte. Ebenfalls sehr nah ist Olli Mustonen die Musik Beethovens, dessen gesamte Klavierkonzerte er 2012 mit dem Melbourne Symphony Orchestra aufführte, sowie das Werk Bartóks, dessen Konzerte er im gleichen Jahr mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra zur Gehör brachte.

Eine besondere Rolle unter den künstlerischen Partnern Olli Mustonens nimmt der Komponist Rodion Schtschedrin ein, der ihm sein Klavierkonzert Nr. 5 widmete und bei dessen Konzerten zum 70., 75. und 80. Geburtstag Olli Mustonen mitwirkte. 2013 brachte er im Rahmen von Stockholms Baltic Sea Festival mit dem Mariinsky Theatre Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev Schtschedrins Klavierkonzert Nr. 4 zur Aufführung.

Olli Mustonens breitgefächertes und unverwechselbares Repertoire schlägt sich auch in seiner Diskographie nieder. Die bei Decca erschienene Einspielung mit Präludien von Schostakowitsch und Alkan erhielt den Edison und den Gramophone Award als beste Instrumentalaufnahme. Beim Label Ondine erschienen Respighis Concerto in modo misolidio mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo und eine von der Kritik hochgelobte Scriabin Einspielung. Eine Aufnahme seiner eigenen Cello Sonate mit Steven Isserlis veröffentlichte 2014 das Label BIS.

Geboren 1967 in Helsinki, begann Mustonen im Alter von fünf Jahren zunächst mit dem Cembalo- und kurze Zeit später mit dem Klavierspiel. Erste Kompositionsversuche unternahm er bereits mit acht Jahren. Am Klavier anfänglich von Ralf Gothóni unterrichtet, setzte er später seine Studien an der Sibelius-Akademie in Helsinki fort, als Pianist bei Eero Heinonen, für Komposition bei Einojuhani Rautavaara.

Saison 2017/2018

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Resonanz

Wie oft mangelte es an Flair und märchenhafter Phantasie in Aufnahmen der Prokofjew Klavierkonzerte? Hier ist eine Aufnahme, die all jene Qualitäten herausragend präsentiert.
GRAMOPHONE, November 2016, zur CD Prokofiev Piano Concertos mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Hannu Lintu, erschienen 2016 bei ONDINE

Olli Mustonen ist eine musikalische Naturgewalt – gleichermaßen Dirigent, Komponist und Pianist, sprühend vor grenzenloser Energie und voller Enthusiasmus.
THE ADVERTISER, 15. September 2015

Olli Mustonen verfügt als Pianist über absolut herausragende Qualitäten. Draufgängertum voller Elan mit Mut zum Risiko, indes fern jedweder Kraftmeierei, verbindet er mit hohem Maß an Sensibilität, an lyrischer Verhaltenheit auch und überrascht stets auf Neue mit derPräzision, die er einem solch impulsiv angelegten Spiel zu verleihen vermag. Obendrein hat er sich aber auch einen Namen als Dirigent und Komponist gemacht – er ist im heutigen Konzertleben eine singuläre Erscheinung.
SCHWARZWÄLDER BOTE, Michael Schmitt, 27. Januar 2015

Er ist gleich in drei Disziplinen ein Profi: Der Finne Olli Mustonen ist Dirigent, Komponist und er ist ein begnadeter Pianist. Was ihn außerdem auszeichnet? Er riskiert gerne bei seinen Interpretationen. (... )Er ist einer der interessantesten Musiker nicht nur Finnlands, sondern er ist eben genau jemand, der für Überraschungen, für Intensitäten, für Verblüffungen sorgt, wie man sie im Musikbetrieb nicht alltäglich haben kann.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Harald Eggebrecht, 2014

Er setzt sich bei jedem Konzert mit seinem ganzen Körper ein... und auch mit ganzer Seele. Er ist die lebendige Utopie des Klavierspiels; er hat Grenzen überschritten, von deren Existenz andere Pianisten nicht einmal wissen.
THE SUNDAY TIMES, 2008

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Programmvorschläge

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EXEMPLARISCHES PLAY/CONDUCT PROGRAMM FÜR STREICHORCHESTER & VIOLONCELLO SOLIST:

J. S. Bach: Klavierkonzert D-Dur BWV1054
Hindemith: Die vier Temperamente für Klavier & Streicher
Mustonen: Sonata für Violoncello & Orchester
Shostakovich: Streicquartett Nr. 9 (arrangiert für Streichorchester)

EXEMPLARISCHES PLAY/CONDUCT PROGRAMM FÜR KAMMERORCHESTER:

Mozart: Klavierkonzert F-Dur KV 413
Hindemith: Die vier Temperamente für Klavier & Streicher
Shchedrin: Musik für Streicher, zwei Oboen, zwei Hörner & Celesta (basiert auf Musik aus dem Ballett zu "Die Dame mit dem Hündchen")
Mustonen: Triptych für Streicher

EXEMPLARISCHES PLAY/CONDUCT PROGRAMM FÜR SYMPHONIEORCHESTER:

Beethoven: Ouvertüre zu „Coriolan“
Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 503
Mustonen: Triptych für Streicher
Shchedrin: Symphonie Nr. 2 / Alte Russische Zirkusmusik

Smetana: Ouvertüre zu "Die verkaufte Braut"
Dvorak: Konzert für Violoncello & Orchester
Mustonen: Symphony Nr. 2 “Johannes Angelos”

Mustonen: Die alte Kirche bei Petäjävesi
Mozart: Klavierkonzert Nr. 26 D-Dur KV 537
Prokofjew: Symphony Nr. 6

Sibelius: Pelleas and Melisande Op.46
Shostakovich: Klavierkonzert Nr. 1
Beethoven: Symphony Nr. 1

Mustonen: Die alte Kirche bei Petäjävesi
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3
Rimsky-Korsakov: Sheherazade  

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