Nico and the Navigators

Force & Freedom – Ein Beethoven-Projekt

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Konzept

Nico and the Navigators und das Kuss Quartett hinterfragen die ästhetischen und politischen Zwänge und Freiheiten, in denen Beethovens Werk entstand.

Schwetzinger Festspiele 2022
Radialsystem Berlin 2022
Shanghai 2024
ARTE Filmproduktion 2021

„Es wird das Jetzt gezeigt, dieses Jetzt. Jetzt; es hat schon aufgehört zu sein, indem es gezeigt wird; das Jetzt, das ist, ist ein anderes als das gezeigte ...“

Dieses Jetzt

Ausgehend vom 16. Streichquartett op. 135, dessen Finalsatz Beethoven unter das Motto „Der schwer gefasste Entschluss“ gestellt und mit der Dialektik von Zögern und Ermunterung („Muss es sein? Es muss sein!“) versehen hat, erschließt „Force & Freedom“ dem Publikum vier grandiose Kompositionen: Nach dem letzten Satz aus dem dritten der „Rasumowsky-Quartette“ op. 59 erklingen der „Heilige Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit“ aus op. 132 und die „Große Fuge“ op. 133.

Gerade letztgenanntes Werk beglaubigt die Wahl des Stück-Titels durch Beethovens eigene Worte, der seinen Umgang mit dem fest gefügten System der Fuge als „tantôt libre tantôt recherchée“ – also frei und gebunden – beschrieb.

Zwischen diese großen Werke sind mit leichter Hand Fragmente von Liedern des Meisters eingestreut, die gleichwohl wichtige emotionale Farben zeigen: „Neue Liebe, neues Leben“, „Resignation“ und „Der Kuss“ beleuchten unterschiedliche Aspekte von zwanghaftem Handeln und freier Entscheidung, von der Furcht vor dem Unbekannten und von emotionalen Übergriffen.

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Programm

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827):
Streichquartett F-Dur op. 135 (1826)

Adaption: Der Kuss, A-Dur op. 128 (1822)
Text: Christian Felix Weiße

Adaption: Resignation, D-Dur (1814)
Text: Paul von Haugwitz

Streichquartett C-Dur op. 59, 3 - Finale (1806)

Adaption: Neue Liebe, neues Leben (1809)
Text: Johann Wolfgang von Goethe

Streichquartett in a-Moll op. 132,3 | Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart. (1825)

Große Fuge op. 133 B-Dur (1826)

Mitwirkende

Kuss Quartett

Jana Kuss, Violine
Oliver Wille, Violine
William Coleman, Viola
Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello


NICO AND THE NAVIGATORS

wurden 1998 von Nicola Hümpel und Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Von 1999 bis 2006 entwickelten sie ihre Projekte in den Berliner Sophiensælen, wo das Ensemble mit seiner bildstarken Handschrift schnell internationale Aufmerksamkeit erlangte. Seit der Eröffnung des Radialsystems im Jahr 2006 sind sie dort kontinuierlich präsent.

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Resonanz

„Das Kuss-Quartett, eines der renommiertesten Kammermusik-Ensembles, und Nico and the Navigators, eine der wichtigsten freien Musiktheater-Kollektive aus Berlin, nehmen sich innerhalb der SWR Festspiele zusammen Beethovens später Werke an. Dabei muss man nicht befürchten, dass die Musik durch die Akteure der freien Gruppe oberflächlich bebildert wird. Vielmehr „verhalten“ die Darsteller sich zur Musik wie zu einem Partner auf Augenhöhe. […]“

Dr. Janine Ak, 21.05.2022

Schwetzinger Zeitung

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