Toshio Hosokawa

Komponist

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Termine

20.08. 20:00
Teatro Argentino La Plata, Buenos Aires

Toshio Hosokawa,  Circulating Ocean

Orquesta Estable del Teatro Argentino
Tito Ceccherini, Dirigent
Toshio Hosokawa, Komposition

25.08. 19:00
Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Hannover

Ludwig van Beethoven,  Meeresstille und glückliche Fahrt op. 112
Franz Schubert,  Symphonie Nr. 8 h-Moll 'Unvollendete'
Toshio Hosokawa,  Sternlose Nacht

Jonathan Stockhammer, Dirigent
Toshio Hosokawa, Komposition
Nina Petri, Sprecherin
Heikko Deutschmann, Sprecher
Yoshiko Kobayashi, Sopran
Miyuki Fujii, Mezzosopran
Orchester und Chor der Elisabeth University of Music Hiroshima

26.08. 20:00
Tongyeong Arts Center

Toshio Hosokawa,  Klage

Gyeonggi Philharmonic Orchestra
Shiyeon Sung, Dirigentin
Toshio Hosokawa, Komposition

26.08. 20:00
Konzerthaus Berlin

Ludwig van Beethoven,  Meeresstille und glückliche Fahrt op. 112
Franz Schubert,  Symphonie Nr. 8 h-Moll 'Unvollendete'
Toshio Hosokawa,  Sternlose Nacht

Jonathan Stockhammer, Dirigent
Toshio Hosokawa, Komposition
Nina Petri, Sprecherin
Heikko Deutschmann, Sprecher
Yoshiko Kobayashi, Sopran
Miyuki Fujii, Mezzosopran
Orchester und Chor der Elisabeth University of Music Hiroshima

17.09. 11:00
Konzerthaus Berlin

Toshio Hosokawa,  Klage

Gyeonggi Philharmonic Orchestra
Shiyeon Sung, Dirigentin
Toshio Hosokawa, Komposition

19.09. 19:00
Studio, Hiroshima Symphony Orchestra

Toshio Hosokawa,  "Im Nebel" (Version für Tromp. und Klavier)
Richard Rodgers,  My funny Valentine
Georges Enescu,  Légende (1906) für Trompete und Klavier
Paul Hindemith,  Sonate für Trompete in B und Klavier (1939)
George Gershwin,  Rhapsody in Blue (Trompete und Klavier, arr. T.Dokshitser)
Toru Takemitsu,  Les yeux clos II
György Ligeti,  Mysteries of the Macabre für Trompete und Klavier

Jeroen Berwaerts, Trompete
Ken'ichi Nakagawa, Klavier
Toshio Hosokawa, Komposition

11.11. 20:00
Glasgow City Halls

Toshio Hosokawa,  "Im Nebel", Konzert für Trompete und Orchester

Matthias Pintscher, Dirigent
BBC Scottish Symphony Orchestra
Toshio Hosokawa, Komposition

Biografie

"Ich suche nach einer neuen Form spiritueller Kultur und Musik des japanischen Volkes, mit der ich sowohl mir selbst als auch meiner Herkunft treu bleibe. Wir müssen den Westen noch einmal und gründlicher studieren, um unsere Sicht auf uns zu objektivieren und uns selbst wirklich kennen zu lernen."

Toshio Hosokawa, der bekannteste lebende japanische Komponist, schöpft seine unverwechselbare Musiksprache aus dem Spannungsverhältnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur. In tiefer Verbundenheit mit den ästhetischen und spirituellen Wurzeln der japanischen Künste wie der Kalligraphie und der japanischen Hofmusik, dem Gagaku, gibt er der Vorstellung einer aus der Vergänglichkeit erwachsenden Schönheit Ausdruck: „Wir hören die einzelnen Töne und nehmen zugleich mit Wertschätzung den Prozess wahr, wie sie geboren werden und vergehen, sozusagen eine tönend in sich belebte Landschaft des Werdens.“

1955 in Hiroshima geboren, kam Hosokawa 1976 nach Deutschland, wo er bei Isang Yun und Klaus Huber Komposition studierte. Während seine Kompositionen sich zunächst an der westlichen Avantgarde orientierte, erschloss er sich nach und nach eine neue musikalische Welt zwischen Ost und West, mit der er spätestens ab dem Erfolg seines 2001 uraufgeführten Oratoriums Voiceless Voice in Hiroshima die großen Konzertsäle eroberte.

Toshio Hosokawa schrieb in den letzten Jahren zahlreiche Orchesterwerke, darunter Nach dem Sturm für zwei Soprane und Orchester anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra sowie das im Rahmen der Roche Commissions beauftragte Woven Dreams (Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, Lucerne Festival 2010). Circulating Ocean, 2005 bei den Salzburger Festspielen durch die Wiener Philharmoniker uraufgeführt, gehört inzwischen zum festen Repertoire vieler Orchester. 2013 war Toshio Hosokawa mit der Uraufführung von Klage für Sopran und Orchester nach einem Text von Georg Trakl (NHK Symphony Orchestra unter Charles Dutoit, Sopran: Anna Prohaska) erneut in Salzburg zu Gast. Das in der letzten Saison von Christian Schmitt und den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jakub Hrůša uraufgeführte Orgelkonzert Umarmung wird im Februar im Wiener Konzerthaus mit dem ORF-Radio-Symphonieorchester Wien unter Leitung von Cornelius Meister erneut zu hören sein.

Bereits im Dezember bringt das Ensemble Intercontemporain ein neues Melodram mit der Sopranistin Kerstin Avemo und der Nô-Schauspielerin Ryoko Aoki zur Uraufführung. Das Libretto schuf Oriza Hirata basierend auf einem traditionellen Stoff des Nô-Theater. Der Dramatiker hatte schon das Libretto zu Toshio Hosokawas Oper Stilles Meer verfasst, in der die Atomkatastrophe von Fukushima indirekt thematisiert wird. Das an der Hamburgischen Staatsoper 2016 uraufgeführte Werk wird dort in dieser Saison wieder aufgenommen. Eine weitere neue Oper wird zum Ende der laufenden Saison an der Stuttgarter Oper zur Uraufführung kommen. Toshio Hosokawa setzt sich in diesem Werk mit Heinrich von Kleists Erdbeben von Chili auseinander.

Viele der früheren Musiktheaterwerke von Toshio Hosokawa gehören inzwischen zum Repertoire großer Opernhäuser. Auf seine 1998 bei der Münchener Biennale mit großem Lob aufgenommene erste Oper Vision of Lear folgte 2004 mit Hanjo ein Werk, das, inszeniert von der Choreographin Anna Teresa de Keersmaeker, als Ko-Auftrag des Brüsseler Opernhauses La Monnaie und des Festivals von Aix-en-Provence entstand und inzwischen auf zahlreichen Bühnen zu sehen war. Die ebenso wie Hanjo auf einem Stoff des japanischen Nô-Theaters beruhende Oper Matsukaze war erstmals 2011 in der Inszenierung der Choreographin Sasha Waltz am Opernhaus La Monnaie in Brüssel zu erleben und wurde vielfach wieder aufgeführt. Auch das Monodram The Raven für Mezzosopran und Ensemble, 2012 in Brüssel uraufgeführt, kam inzwischen in szenischen Aufführungen auf die Bühne.

Toshio Hosokawa schreibt immer wieder Werke, die sich auf Naturthemen beziehen, wie das Hornkonzert Moment of Blossoming für Stefan Dohr und die Berliner Philharmoniker (2011). Seit 2003 komponiert er zudem in loser Folge Voyages für Soloinstrument und Ensemble. In einigen Werken dieser Reihe kombiniert er japanische Instrumente mit westlichen Instrumenten, so in Voyages XNozarashi für Shakuhachi und Ensemble. Auch andere traditionelle japanische Instrumente wie Shộ oder Koto setzt er in seinem ca. 130 Werke umfassenden Oeuvre mehrfach ein.

Toshio Hosokawa ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise. Seit 2001 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin, 2006/07 und 2008/09 war er Fellow des Berliner Wissenschaftskollegs. 2013/14 wirkte er als composer in residence beim Netherlands Philharmonic Orchestra. Er ist künstlerischer Leiter des Takefu International Music Festivals und Artistic Director des Suntory Hall International Program for Music Composition.

Saison 2017/2018

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Resonanz

zu Sorrow River (für Blockflöte und Streichorchester)
Hosokawa spürt dem Charakter der Instrumente bis in elementare Strukturen nach. (…) Der immense Fächer an Farbnuancen, aber auch die spirituell aufgeladenen Räume, die diskreten Anklänge an die der europäischen so vollständig entgegengesetzten japanischen Musiksprache, all das gehört zu Hosokawas Handschrift, wie sie auch Anfang des Jahres an der Staatsoper in der Oper "Stilles Meer" zu erleben war.
Hamburger Abendblatt, 16.06.2016

zu Stilles Meer
Hosokawas Klänge erzeugen einen wahren Sog, so fein sind sie abgestimmt, klangsinnlich und ohne hyperavantgardistische Schnörkel. Die Timbres der drei Hauptfiguren Claudia, Stephan und Haruko verschmelzen momentweise und entflechten sich sogleich wieder.  
nmz online, Verena Fischer-Zernin, 25.01.2016

Durch behutsames Neuarrangieren der Figuren im Raum, im konsequenten Dialog mit der Musik, entsteht ein ungemein feinsinniges, tastendes Theater, ein intensives Spiel mit Spannungsfeldern, letztlich eine Art 'vertontes Warten'.
BR-KLASSIK, Jörn Florian Fuchs, 25.01.2016

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Werke

Eine Liste aller Werke von Toshio Hosokawa finden Sie auf der Internetseite des Schott-Verlags.

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Mediencenter

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