Toshio Hosokawa

Komponist

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Termine

29.04. 19:30
Kölner Philharmonie

Unsuk Chin,  Šu Konzert für Sheng und Orchester (2009)
Toshio Hosokawa,  "Umarmung" - Licht und Schatten für Orgel und Orchester
*Pause*
Johannes Brahms,  Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Bamberger Symphoniker
Toshio Hosokawa, Komponist
Christian Schmitt, Orgel
Wu Wei, Sheng
Jakub Hrůša, Dirigent

30.04. 18:00
Kölner Philharmonie

Unsuk Chin,  Šu Konzert für Sheng und Orchester (2009)
Toshio Hosokawa,  "Umarmung" - Licht und Schatten für Orgel und Orchester
*Pause*
Johannes Brahms,  Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Bamberger Symphoniker
Toshio Hosokawa, Komponist
Christian Schmitt, Orgel
Wu Wei, Sheng
Jakub Hrůša, Dirigent

07.05. 18:00
Joseph-Joachim-Konzertsaal, Berlin

Toshio Hosokawa,  Atem-Lied
Toshio Hosokawa,  Lied

Toshio Hosokawa, Komponist
Markus Groh, Klavier
Holger Groschopp, Klavier
Klaus Schöpp, Flöte

07.05. 20:00
Joseph-Joachim-Konzertsaal, Berlin

Toshio Hosokawa,  Vertical Time Study III

Toshio Hosokawa, Komponist

08.05. 20:00
Palacio de Congresos y Auditorio Kursaal

Toshio Hosokawa,  Klage

Euskadiko Orkestra Sinfonikoa
Toshio Hosokawa, Komponist
Jun Märkl, Dirigent
Tadashi Tajima, Shakuhachi

09.05. 20:00
Palacio de Congresos y Auditorio de Pamplona

Toshio Hosokawa,  Autumn Wind

Euskadiko Orkestra Sinfonikoa
Toshio Hosokawa, Komponist
Jun Märkl, Dirigent
Tadashi Tajima, Shakuhachi

10.05. 20:00
Palacio Euskalduna Jauregia, Bilbao

Toshio Hosokawa,  Klage

Euskadiko Orkestra Sinfonikoa
Toshio Hosokawa, Komponist
Jun Märkl, Dirigent
Tadashi Tajima, Shakuhachi

11.05. 20:00
Teatro Principal de Vitoria

Toshio Hosokawa,  Autumn Wind

Euskadiko Orkestra Sinfonikoa
Toshio Hosokawa, Komponist
Jun Märkl, Dirigent
Tadashi Tajima, Shakuhachi

12.05. 20:00
Palacio de Congresos y Auditorio Kursaal

Toshio Hosokawa,  Klage

Euskadiko Orkestra Sinfonikoa
Toshio Hosokawa, Komponist
Jun Märkl, Dirigent
Tadashi Tajima, Shakuhachi

13.05. 19:30
Landestheater Coburg

Toshio Hosokawa,  The Raven

Toshio Hosokawa, Komponist
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
Anna Gütter, Sopran
Verena Usemann, Mezzosopran
Hannes Krämer, Dirigent

20.05. 19:30
Landestheater Coburg

Toshio Hosokawa,  The Raven

Toshio Hosokawa, Komponist
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
Anna Gütter, Sopran
Verena Usemann, Mezzosopran
Hannes Krämer, Dirigent

28.05. 16:30
Tonhalle Düsseldorf

Johann Sebastian Bach,  Brandenburgisches Konzert Nr.3 BWV 1048
Toshio Hosokawa,  Voyage VII for trumpet, strings and percussion
Toshio Hosokawa,  Sorrow River
Johann Sebastian Bach,  Brandenburgisches Konzert Nr. 2

Ensemble Resonanz
Jeroen Berwaerts, Trompete
Jeremias Schwarzer, Blockflöte
Toshio Hosokawa, Komponist

Biografie

"Ich suche nach einer neuen Form spiritueller Kultur und Musik des japanischen Volkes, mit der ich sowohl mir selbst als auch meiner Herkunft treu bleibe. Wir müssen den Westen noch einmal und gründlicher studieren, um unsere Sicht auf uns zu objektivieren und uns selbst wirklich kennen zu lernen."

Toshio Hosokawa, der bekannteste lebende japanische Komponist, schöpft seine unverwechselbare Musiksprache aus dem Spannungsverhältnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur. In tiefer Verbundenheit mit den ästhetischen und spirituellen Wurzeln der japanischen Künste wie der Kalligraphie und der japanischen Hofmusik, dem Gagaku, gibt er der Vorstellung einer aus der Vergänglichkeit erwachsenden Schönheit musikalisch Ausdruck: „Wir hören die einzelnen Töne und nehmen zugleich mit Wertschätzung den Prozess wahr, wie sie geboren werden und vergehen, sozusagen eine tönend in sich belebte Landschaft des Werdens.“ 1955 in Hiroshima geboren, kam Hosokawa 1976 nach Deutschland, wo er bei Isang Yun und Klaus Huber Komposition studierte. Während sein Oeuvre sich zunächst an der westlichen Avantgarde orientierte, erschloss er sich nach und nach eine neue musikalische Welt zwischen Ost und West, mit der er spätestens ab dem Erfolg seines 2001 uraufgeführten Oratoriums Voiceless Voice in Hiroshima die großen Konzertsäle eroberte.

Die letzte Saison begann mit der Uraufführung der Auftragskomposition Nach dem Sturm für zwei Soprane und Orchester, die anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra aus der Taufe gehoben wurde. Sie schließt an eine Reihe großer Orchesterwerke an, die Hosokawa in den letzten Jahren geschaffen hat, darunter das im Rahmen der Roche Commissions beauftragte Woven Dreams (Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, Lucerne Festival 2010). Circulating Ocean, 2005 bei den Salzburger Festspielen durch die Wiener Philharmoniker uraufgeführt, gehört inzwischen zum festen Repertoire vieler Orchester. 2013 war Toshio Hosokawa mit der Uraufführung von Klage für Sopran und Orchester nach einem Text von Georg Trakl (NHK Symphony Orchestra unter Charles Dutoit, Sopran: Anna Prohaska) erneut in Salzburg zu Gast.

In der aktuellen Saison wird Christian Schmitt zusammen mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jakub Hrůša ein Orgelkonzert uraufführen, das anschließend noch in Köln zu hören sein wird. Die Philharmonie Luxembourg und das RSO Wien haben das Werk in der kommenden Saison auf dem Programm stehen, da  sowohl die Philharmonie Luxembourg als auch das Wiener Konzerthaus Ko-Auftraggeber sind. Toshio Hosokawa schreibt immer wieder Werke, die sich auf Naturthemen beziehen, wie das Hornkonzert Moment of Blossoming für Stefan Dohr und die Berliner Philharmoniker (2011). Seit 2003 komponiert er zudem in loser Folge Voyages für Soloinstrument und Ensemble. In einigen Werken dieser Reihe setzt er japanische Instrumente in Kombination mit westlichen Instrumenten ein, so in Voyages XNozarashi für Shakuhachi und Ensemble. Auch andere traditionelle japanische Instrumente wie Shộ oder Koto kommen in seinem ca. 130 Werke umfassenden Oeuvre immer wieder vor.

Toshio Hosokawas Musiktheaterwerke stehen regelmäßig auf den Spielplänen der großen Opernhäuser. Auf seine 1998 bei der Münchener Biennale mit großem Lob aufgenommene erste Oper Vision of Lear folgte 2004 mit Hanjo ein Werk, das, inszeniert von der Choreographin Anna Teresa de Keersmaeker, als Koauftrag des Brüsseler Opernhauses La Monnaie und des Festivals von Aix-en-Provence entstand und inzwischen auf zahlreichen Bühnen zu sehen war. Die ebenso wie Hanjo auf einem Stoff des japanischen Nô-Theaters beruhende Oper Matsukaze war erstmals 2011 in der Inszenierung der Choreographin Sasha Waltz am Opernhaus La Monnaie in Brüssel zu erleben und wurde vielfach wieder aufgeführt. Auch das Monodram The Raven für Mezzosopran und Ensemble, 2012 in Brüssel uraufgeführt, kam inzwischen in szenischen Aufführungen auf die Bühne.

Der Höhepunkt der Saison 2015/16 war die Uraufführung von Toshio Hosokawas Oper Stilles Meer an der Hamburgischen Staatsoper in der Inszenierung des japanischen Regisseurs Oriza Hirata. Das Werk nimmt erneut Bezug auf einen traditionellen Nô-Stoff, den es durch die Versetzung an den Schauplatz Fukushima aktualisiert.

Toshio Hosokawa ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise. Seit 2001 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin, 2006/07 und 2008/09 war er Fellow des Berliner Wissenschaftskollegs. 2013/14 wirkte er als composer in residence beim Netherlands Philharmonic Orchestra. Er ist künstlerischer Leiter des Takefu International Music Festivals und Artistic Director des Suntory Hall International Program for Music Composition.

Saison 2016/2017

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Resonanz

zu Sorrow River (für Blockflöte und Streichorchester)
Hosokawa spürt dem Charakter der Instrumente bis in elementare Strukturen nach. (…) Der immense Fächer an Farbnuancen, aber auch die spirituell aufgeladenen Räume, die diskreten Anklänge an die der europäischen so vollständig entgegengesetzten japanischen Musiksprache, all das gehört zu Hosokawas Handschrift, wie sie auch Anfang des Jahres an der Staatsoper in der Oper "Stilles Meer" zu erleben war.
Hamburger Abendblatt, 16.06.2016

zu Stilles Meer
Hosokawas Klänge erzeugen einen wahren Sog, so fein sind sie abgestimmt, klangsinnlich und ohne hyperavantgardistische Schnörkel. Die Timbres der drei Hauptfiguren Claudia, Stephan und Haruko verschmelzen momentweise und entflechten sich sogleich wieder.  
nmz online, Verena Fischer-Zernin, 25.01.2016

Durch behutsames Neuarrangieren der Figuren im Raum, im konsequenten Dialog mit der Musik, entsteht ein ungemein feinsinniges, tastendes Theater, ein intensives Spiel mit Spannungsfeldern, letztlich eine Art 'vertontes Warten'.
BR-KLASSIK, Jörn Florian Fuchs, 25.01.2016

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Werke

Eine Liste aller Werke von Toshio Hosokawa finden Sie auf der Internetseite des Schott-Verlags.

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Mediencenter

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