Outburst von Linie und Gesang

Im März steht Sarah Wegeners Rollendebüt als Sieglinde an – mit Wagners Walküre wird sie unter der Leitung von Kent Nagano 2024 in sechs großen europäischen Konzertsälen zu erleben sein. Im Vorfeld spricht sie über ihren Weg zu der neuen Partie und über andere stimmliche Meilensteine der letzten Jahre.

Schon von Anfang ihrer Karriere an bestach Sarah Wegener durch Vielseitigkeit: Mühelos wechselt die Sopranistin zwischen Stilepochen und Genres – von Bach-Oratorien zu Orchesterliedern von Strauss, von Klassik und Romantik bis zu Opernuraufführungen. Dass sie nun in der Rolle der Sieglinde debütiert, zeigt einmal mehr, dass sich ihre „wunderbar warme, volle Sopranstimme“ (Süddeutsche Zeitung) allzu starr ausgelegter Stimmfach-Grenzen entzieht. Trotzdem war selbst sie überrascht, als die Partie, die oft mit Mezzosopranistinnen besetzt wird, an sie herangetragen wurde. „Meine Reaktion war: Nein, Sieglinde, das geht nicht. Zum Glück habe ich es ausprobiert! Schon nach ein paar Seiten wusste ich: Doch, diese Partie muss es sein. Obwohl –oder vielleicht sogar weil – sie so tief liegt.“

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