"Beethoven, Schubert, Bellini, Rossini und Donizetti mögen zwar in unseren Köpfen nur schwer zusammenzubringen sein, nichtsdestotrotz waren sie Zeitgenossen", sagt Simon Bode über sein Programm 'Beethoven und Belcanto', das er als Artist-in-Residence beim Festival Alte Musik Knechtsteden vorstellte.

Mit drei Konzerten war Simon Bode im September als Artist-in-Residence in Knechtsteden zu erleben. Während er im Interview mit domradio.de allgemeiner über die drei Konzertprogramme sowie die vergangene Corona-Zeit sprach, gibt er im folgenden Text einen genauen Einblick in das Programm vom 20. September.

„Beethoven und Belcanto“ - zugegebenermaßen eine Gegenüberstellung, die bewusst ein wenig stutzig machen soll. Hinter diesem Titel aber steckt eine im Grunde simple Erkenntnis: Beethoven, Schubert, Bellini, Rossini und Donizetti mögen zwar in unseren Köpfen nur schwer zusammenzubringen sein, nichtsdestotrotz waren sie Zeitgenossen. Wem von uns ist schon auf Anhieb bewusst, dass Schubert und Bellini nicht nur beide erschreckend jung - mit nicht einmal Mitte 30 - gestorben sind, sondern dass auch ihre Lebensdaten (1797-1828 bzw. 1801-1835) fast deckungsgleich sind. Auch Donizetti teilt mit Schubert das Geburtsjahr, wenngleich ihm ein etwas längeres Leben vergönnt gewesen ist. Alle Komponisten in diesem Programm hätten sich theoretisch Zeit ihres Lebens begegnen können. Immerhin von Beethoven und Rossini wissen wir, dass Sie sich zumindest bei einer Gelegenheit persönlich in Wien begegnet sind und dass sich der deutsche Meister sehr wohlwollend über „Den Barbier von Sevilla“ geäußert haben soll.

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Maria Dubinets
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