Die Presse zeigt sich von Gaetano Lo Cocos Dirigat begeistert: „Gaetano Lo Coco präsentiert im Graben ein präzises, bemerkenswert klares Dirigat, ohne dabei den Verdi’schen Klang aus dem Auge zu verlieren. So schafft er zusammen mit den Sängerinnen und Sängern bis hin zum letzten Chormitglied eine beeindruckende Einheit und macht diesen eindrucksvollen Abend erst möglich", schreibt Jochen Rüth für das Magazin Der Opernfreund. In der belgischen Tageszeitung De Standaard heißt es: "Musikalisch liefert der 29-jährige Gaetano Lo Coco eine reifen Leistung: Der Dirigent erfasst die geradlinige Kraft von Verdis frühem Stil, behält aber auch die dramatische Präzision im Blick." Die niederländische Zeitung De Volkskrant urteilt: "Der Chor und das Orchester wachsen unter der präzisen Leitung von Gaetano Lo Coco, einem jungen Dirigenten, der ein natürliches Gespür für die mitreißende Kraft von Verdis Noten hat, über sich hinaus."
Schon zu Verdis Zeiten wurde die biblisch inspirierte Handlung über einen gottgleichen Herrscher und das babylonische Exil des jüdischen Volkes unmittelbar politisch wahrgenommen; der berühmte Sklavenchor wurde als patriotische Hymne und Symbol für die Vereinigung der italienischen Nation gedeutet. Angesichts heutiger Verwerfungen rund um Identität, Religion und Nationalismus interpretiert die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy Nabucco vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Realität eines neuen Imperialismus und erzwungener Migration.
Zu Verdis 1842 uraufgeführter Oper hat Gaetano Lo Coco eine besondere Beziehung: Sein internationales Debüt gab er 2022, als er kurzfristig für eine Aufführung von Nabucco mit Plácido Domingo, dem Slovenian Philharmonic Orchestra und dem Wiener Staatsopernchor in Graz einsprang.
Opera Ballet Vlaanderen