„Titus Engel im Graben vollbringt das Wunder, alles zusammenzuhalten. (...) Ein cooler Organisator des Irrsinns", schrieb der Merkur nach der Uraufführung, und BR Klassik befand: „Die musikalische Umsetzung [war] durch alle Beteiligten ganz hervorragend, allen voran Titus Engel als Dirigent." Bei DLF Kultur hieß es: „Titus Engel dirigiert das absolut spitzenmäßig“, und der NDR urteilte:„Das Philharmonische Staatsorchester unter der Leitung von Titus Engel bringt Neuwirths rauschhaften, herausfordernden Soundtrack dieser Groteske zum Schwingen.“
Mit der "Grand Guignol Opéra" debütiert Titus Engel, nach den Aufführungen an der Hamburgischen Staatsoper, am 8. März am Opernhaus Zürich, wo Monster's Paradise zunächst an fünf Abenden bis zum 12. April gezeigt wird.
"Die Genrebezeichnung Grand Guignol bezeichnet ein «niederes» Genre des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Es ist eigentlich ein Unterhaltungstheater der Grausamkeiten mit Blut und Schockeffekten, aber auch eine höhere Art des Kasperle-Theaters für Erwachsene", erklärt Regisseur Tobias Kratzer, der in dieser Spielzeit seine Intendanz an der Hamburgischen Staatsoper angetreten hat.
Olga Neuwirth und Elfride Jelinek beschwören mit Monster's Paradise - über zwanzig Jahre nach ihren legendären gemeinsamen Werken Bählamms Fest und Lost Highway - einen apokalyptischen Kampf zwischen einem Seemonster und einem tyrannischen Herrscher auf die Bühne herauf. Prominent besetzt sind in der aberwitzigen Politgroteske nicht nur die vokalen Rollen wie zum Beispiel der König-Präsident (Georg Nigl) oder das Monster Gorgonzilla (Anna Clementi). Auch zwei "Grandes Dames" der Schauspielkunst beziehungsweise des Klavierspiels, Charlotte Rampling und Elisabeth Leonskaja, begegnet man in der Inszenierung.
Den Rundfunk-MItschnitt der Uraufführung kann man auf der Seite von NDR Kultur online nachhören.
Hamburgische Staatsoper
Opernhaus Zürich
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