"Die Stille, die auf Notes on Light folgt, ist einer der kostbarsten Momente, die ein Musiker je erleben kann. Ich schätze mich sehr glücklich, diese Stille schon so oft gehört zu haben", sagt Anssi Karttunen über das 2007 von ihm mit dem Boston Symphony Orchestra unter Jukka-Pekka Saraste uraufgeführte Werk. Über 50 Mal hat er es seitdem interpretiert, unter anderem mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Orchestre de Paris und der New World Symphony.
Nun steht das Werk, laut seinem Widmungsträger Anssi Karttunen "eine bewegte Reise, die uns womöglich ins Innerste des Lichts führt", auf dem Programm der Philharmonie Berlin. Am 29. April erklingt es in einem Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das unter der Leitung von Sakari Oramo außerdem Werke von Sibelius und Dvořák interpretiert.
"Wie der Maler seinen Pinsel, so setzt Anssi Karttunen seinen Bogen als wahrer Kolorist ein, der mit feinen Pinselstrichen oder großen Flächen den schillernden und von Kaija Saariaho so treffend eingesetzten Irisierungen ein unerhörtes Relief verleiht", urteilte das Online-Musikmagazin Bachtrack über Anssi Karttunens Interpretation von Notes on Light in der Philharmonie de Paris bei einem Gedenkkonzert für die 2023 verstorbene Komponistin. Der Cellist war eng mit Kaija Saariaho befreundet und brachte auch zahlreiche weitere Werke aus ihrer Feder zur Uraufführung.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
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