Am 17. Februar 1926 wurde Friedrich Cerha in Wien geboren. Anlässlich seines 100. Geburtstages wird der Komponist drei Jahre nach seinem Tod auf verschiedenste Weise gefeiert und gewürdigt.
Zu den Highlights des Konzertreigens gehören im Februar Abende in Wien und Bratislava: Am 17. Februar erklingen exakt zum 100. Geburtstag im Wiener Konzerthaus Kammermusikwerke mit dem Boulanger Trio und Mitgliedern des Klangforum Wien. Mit den Zehn Rubaijat des Omar Chajjam steuert die Company of Music zudem ein Chorstück bei, das Cerhas frühes Interesse an der Kultur des Orients illustriert.
Ebenfalls im Wiener Konzerthaus bringt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Ingo Metzmacher am 21. Februar Friedrich Cerhas Werk Monumentum für Karl Prantl (1988–1989) zur Aufführung und interpretiert außerdem Alban Bergs Lulu-Suite - Friedrich Cerha hatte Bergs unvollendet gebliebene Oper vervollständigt, so dass sie 1979 unter Pierre Boulez in ganze Länge uraufgeführt werden konnte; dabei gab ihm Bergs Lulu-Suite wichtige Anhaltspunkte für die Instrumentierung.
Schon am 19. Februar spielt das Duo Demetrius & Janna Polyzoides im Primatialpalais in Bratislava Werke für Violine und Klavier von Friedrich Cerha.
Im Musikverein Wien erklingen am 27. Februar Friedrich Cerhas Drei Sätze für Orchester mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Marin Alsop.
Das Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen Krems an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien veranstaltet vom 18. bis zum 20. März ein Symposium zu den künstlerischen Positionierungen von Friedrich Cerha im Kontext seiner Zeit. Aufführungen seiner Werke vervollständigen das wissenschaftliche Programm.
Besonders gespannt sein kann man auf die Uraufführung eines Werkes von Friedrich Cerha Ende September: Die Grazer Philharmoniker unter Anna Rakitina heben das Vorspiel zu einer Komödie aus der Taufe.
Schon jetzt ist unter diesem Link eine umfangreiche Publikation des Spanish National Orchestra verfügbar. Das Buch Carta Blanca a Friedrich Cerha ehrt den Komponisten mit vielfältigen Beiträgen von Musikwissenschaftler:innen, Komponistenkollegen und anderen Personen aus seinem Umfeld und wird vom Orchester als Erinnerung an Friedrich Cerhas Residency beim Orchester veröffentlicht. Zwei weitere Buch-Publikationen sind in Planung - wir informieren Sie an dieser Stelle bald näher dazu.
Die Österreichische Post gibt am 17. Februar eine Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag von Friedrich Cerha aus. Die Marke mit einer von der Graveurmeisterin Kirsten Lubach entworfenen Grafik erscheint in einer Auflage von 210.000 Exemplaren mit dem Nennwert von 3,10 Euro.


















































