Christian Øland hat mit seiner ersten Opernproduktion als neuer GMD in Magdeburg Publikum und Kritik überzeugt. Standing Ovations würdigten bei der Premiere von Massenets Manon, inszeniert von James Bonas, nicht zuletzt die differenzierte und dynamische musikalische Interpretation des jungen dänischen Dirigenten.
Ebenso wie Puccinis Manon Lescaut entstand Massenets Oper auf der Grundlage des Romans Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut des Abbé Prévost. "Von der nicht minder leidenschaftlichen Qualität (...) der Musik Massenets kann man sich in Christian Ølands fulminanter Lesart der Oper überzeugen", so das Magazin Der Opernfreund. "Er hat mit nie nachlassendem Sinn für die Details, mit Energie, Kraft und mit Elan der Musik Massenets zu einer überzeugenden Interpretation verholfen. Sein Dirigat, das sich auszeichnet durch mitreißende Dynamik, ausgeprägten Sinn für die instrumentalen Klangfarben, aber auch die dramatischen wie subtilen und (zu Unrecht oft gescholtenen) „einfachen“ Qualitäten dieser Musik, ist ein überzeugendes Plädoyer für Massenet."
"Der neue GMD Christian Øland und seine Magdeburgische Philharmonie werfen sich nach Kräften ins französische Idiom der Musik. Er vermag es, die tragisch umschimmerte Traurigkeit in der Leichtigkeit der Musik aufscheinen zu lassen und damit zu berühren", heißt es in der nmz.
Das Drama, das von Sehnsucht und Verführung ebenso geprägt ist, wie von dem inneren Konflikt zwischen Freiheitsdrang und Pflichtgefühl, ist in Magdeburg noch bis zum 7. Juni zu erleben.
Theater Magdeburg