Komponist und Maler: Friedrich Cerha (1926-2023) war beides. Karsten Witt über seine Begegnungen mit dem Künstler seit den 80er Jahren.

Ich kenne Friedrich Cerha seit Mitte der 80er Jahre. Vermutlich war es HK Gruber, der das Ensemble Modern, das ich seinerzeit managte, mit ihm bekannt machte. In den beiden Keintaten und Eine Art Chansons hat er Nali Gruber einen außerordentlich attraktiven Chansonnier-Part zugedacht, den dieser immer wieder aufführt. Wir luden Friedrich Cerha bald auch als Dirigent ein und gastierten mit ihm unter anderem in zwei Konzerten bei den Salzburger Festspielen 1988. In den 90er Jahren im Wiener Konzerthaus lernte ich den Komponisten noch besser kennen. Immer wieder kamen kleinere und größere Werke von ihm zur Aufführung. In besonders lebendiger Erinnerung ist mir die Aufführung seiner Langegger Nachtmusik III und sein Dirigat eines Webern-Programms mit dem Klangforum.

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