Umgangssprachlich wird der physikalische Begriff der Entropie oft als „Maß für die Unordnung“ erklärt. Damit ist nicht Chaos gemeint, sondern ein unumkehrbarer Prozess der Verdichtung und Vernetzung.
Samir Odeh-Tamimi nutzt den Begriff als Ausgangspunkt seines neuen Solowerkes für Vanessa Porter. Bei der Uraufführung im Rahmen des Festivals ECLAT am 6. Februar übernimmt Andrei Cucu die Klangregie. Eine Vielzahl an Stimmen, Sprachen und Geräuschen verdichtet sich in dem Werk und verweist auf gegenwärtige gesellschaftliche Realitäten wie Migration, Mehrsprachigkeit und digitale Vernetzung. In Verbindung mit Videoprojektionen bilden die kontrastierenden Elemente eine polyrhythmische und multisensorische Performance.
Samir Odeh-Tamimis Komposition Aufbruch für Streichorchester kommt am Folgetag im Opernhaus Montpellier zu französischen Erstaufführung. Das 2008 entstandene Werk erklingt im Rahmen des Konzertes Exils #2 mit dem Orchestre National Montpellier Occitanie unter Vitali Alekseenok.
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