Dass er seine Konzerte auswendig spielt, ist Ausdruck jener künstlerischen Souveränität, mit der er seinem Instrument begegnet. Der junge Organist verbindet technische Brillanz mit bemerkenswerter Reife: Seine Interpretationen sind ebenso durchdacht wie packend. Zugleich versteht es Jan Liebermann, die Orgel auch jenseits des Konzertsaals sichtbar zu machen. Mit großer Resonanz in den sozialen Medien weckt er die Neugier eines jungen Publikums und eröffnet dem Instrument neue Räume.
Ausgebildet in Mainz und Frankfurt am Main sowie in der Klavier-Meisterklasse von Prof. Dr. Lev Natochenny, studiert er derzeit bei Prof. Martin Sander in München. Zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben – zuletzt beim Northern Ireland International Organ Competition 2024 – sowie jüngst der Förderpreis Deutschlandfunk 2025 unterstreichen seine Ausnahmestellung. Verliehen wird der Preis für hochbegabte Nachwuchskünstlerinnen und -künstler am 2. September in Bremen.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn bereits in bedeutende Säle und Kathedralen Europas. 2025 war er mehrfach in der Berliner Philharmonie zu erleben: mit seinem Solodebüt zum 60-jährigen Jubiläum der dortigen Schuke-Orgel, in einem Kammerkonzert mit Emmanuel Pahud sowie in Konzerten mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Andris Nelsons.
Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit der auswendigen Aufführung sämtlicher Triosonaten von Johann Sebastian Bach sowie der Trois Préludes et Fugues von Marcel Dupré.
Wir freuen uns sehr, Jan Liebermann auf seinem weiteren Weg zu begleiten.