Klingende Postkarten, adressiert an den Salzburger Meister: Bei seinem neuen CD-Projekt begibt sich das Kuss Quartett erneut auf musikalische Zeitreise.
Akustische Brückenschläge zwischen der Gegenwart und einer längst vergangenen Epoche sind zu einem echten Markenzeichen des Quartetts geworden. Nun haben die Vier alle sechs Mozart‘schen Streichquintette in den Blick genommen und lassen dabei klassische Meisterwerke mit Neukompositionen unserer Tage korrespondieren: „Wir fanden, dass ‚nur‘ die Aufnahme der Mozartquintette nicht so ganz zu uns passt“, so das Ensemble. „Also entwickelten wir die Idee, dass wir uns bekannte großartige Komponisten der heutigen Zeit darum bitten könnten, kurze ‚Postkarten‘ an Mozart zu komponieren“.
Den Auftakt machen auf dem im Mai 2026 erschienenen Vol. 1 der Gesamteinspielung zwei neue Quartettwerke von Manfred Trojahn und Matthew Shlomowitz. Sie erklingen neben Mozarts Streichquintetten Nr. 4 und Nr. 1, eingespielt mit der amerikanisch-iranischen Bratschistin Muriel Razavi. Für das Quartett erfüllt sich mit der Aufnahme ein besonderer Wunsch, wobei sie bewusst den Spitzennachwuchs der Instrumentalszene miteinbezogen haben: „Wir haben uns gedacht, dass wir jüngere Leute bitten, mit uns gemeinsam diese fantastische Musik aufzunehmen. Junge Bratschistinnen und Bratschisten, die nicht mehr an der Hochschule sind und am Anfang ihrer Karriere stehen – und so haben wir uns für drei wunderbare junge Künstlerinnen und Künstler entschieden.“
Auf die beiden Folgealben darf man gespannt sein - für sie wurden die Komponist:innen Rebecca Saunders, Enno Poppe, Isabel Mundry und Sarah Nemtsov gebeten, neue Postkarten an Mozart zu verfassen.
Kuss Quartett und Muriel Razavi:
Wolfgang Amadeus Mozart, Streichquintette KV 174 und 516
Manfred Trojahn: Introduktion & abgebrochenes Finale "Ein einsames Cello hallt durch die leere Saalflucht eines ländlichen, sommerlichen Chateau"
Matthew Shlomowitz: Bagatelle für Streichquartett
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